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      Bei seiner Forschung orientiert sich das IZS am Wissensbedarf in der Praxis. Durch die Einbettung in einen theoretischen und methodischen Rahmen werden aus diesem Bedarf Forschungsfragen und Forschungsprojekte mit europäischer, nationaler oder regionaler Reichweite entwickelt.

        Skizze Haus, schwarz
        Skizze vom Umbau des Hauses in schwarz mit roten Änderungen
        Skizze von Haus in schwarz, Skitte der Gestaltung des Freiraums zwischen den Häusern in rot,

        Abbildung: Visualisierung möglicher Eingriffe in die Bausubstanz v.l.n.r.: Erhaltung Status-quo (0); Neubau Dachgeschoss/ Aufstockung (6); Ersatzloser Abbruch und Gestaltung der Freifläche (12) (Quelle: Stadt Görlitz)

        Stadt der Zukunft auf Probe – Ein Wohn- und Arbeitsexperiment für ein klimaneutrales Görlitz

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        Görlitz als östlichste Stadt Deutschlands, direkt an der Grenze zu Polen gelegen, ist vor allem für ihren großen historischen Gebäudebestand mit circa 4.000 Einzeldenkmälern bekannt. Die Stadt ist aber auch vom demografischen und sozioökonomischen Wandel in der Region Lausitz betroffen. Aufgrund der negativen natürlichen Bevölkerungsentwicklung ist sie – wie viele andere peripher gelegene Mittelstädte – auf Zuwanderung angewiesen, um ihre Einwohnerzahl langfristig zu stabilisieren. Vor diesem Hintergrund versucht die Stadt Görlitz im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung, ihre historische Bausubstanz zu erhalten und zu revitalisieren, attraktive öffentliche Infrastrukturen bereitzustellen, das Arbeitskräftepotenzial zu erhalten und eine lebendige und engagierte Stadtgesellschaft zu fördern.

        Die angestrebte Transformation zu einer klimaneutralen Stadt 2030 erfordert zudem fachliche Kompetenz und nachhaltige Lebens- und Arbeitsweisen. Das Projekt „Stadt der Zukunft auf Probe – ein Wohn- und Arbeitsexperiment für ein klimaneutrales Görlitz“ soll Aufmerksamkeit auf den Wohn- und Arbeitsstandort Görlitz lenken und zugleich die Chancen eines gezielten Zuzugs für die Umsetzung einer nachhaltigen Stadtentwicklung ermitteln. Das Projekt ist eingebettet in die aktuelle Initiative „Europastadt Görlitz/Zgorzelec 2030 – Stadt der Zukunft“. Ziel ist es, Erkenntnisse über die Standortanforderungen und -perspektiven von qualifizierten Arbeitskräften zu gewinnen. Was veranlasst sie, sich an bestimmten Orten und konkret in Görlitz niederzulassen? Und was hindert sie möglicherweise daran, den Schritt nach Görlitz oder in eine andere Klein- oder Mittelstadt zu wagen? Der Fokus im aktuellen Projekt liegt dabei auf nachhaltigen Lebens- und Arbeitsweisen.

        Im Rahmen des Projektes wird potenziellen Zuzügler*innen ein dreimonatiger, kostenfreier Aufenthalt in der Stadt ermöglicht. Dieser wird wissenschaftlich begleitet. Die Teilnehmenden nutzen den Aufenthalt, um sich im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit mit der Thematik Klimaneutralität und nachhaltige Stadtentwicklung auseinanderzusetzen und ihr Wissen in die Stadt zu tragen. Dazu sind verschiedene Arbeitsmodelle angedacht: Praktika in Unternehmen, wissenschaftliche Gastaufent-halte, Start-Up-Aktivitäten bis hin zu Aufenthalten von freischaffenden Künstler*innen. Die Begleitforschung umfasst dabei sowohl den Blick auf die Gäste als auch auf die aufnehmende Stadtgesellschaft.

        Das Projekt wird im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI)/Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), vertreten durch das in Görlitz ansässige Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) setzt das Projekt gemeinsam mit lokalen Partnereinrichtungen um.

        Projekt-Webseite: http://stadt-der-zukunft-auf-probe.ioer.eu/

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        Lausitz-Projekt - Wissenschaftliche Unterstützung und Begleitung der Transformation in der Lausitz

        Problemhintergrund
        Deutschland hat sich zur Erreichung seiner klimapolitischen Ziele vorgenommen, seinen Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß zu senken. Für die Lausitz, eine Region mit Jahrzehnten der Erfahrung in der Förderung und Nutzung von Braunkohle, bedeutet dies den absehbaren Ausstieg aus der Braunkohleförderung und -verstromung mit all seinen Begleiterscheinungen. Damit wird die Region abermals vor die Aufgabe gestellt, einen tiefgreifenden sozio-ökonomischen, ökologischen und kulturellen Strukturwandel zu vollziehen. Gleichwohl ergibt sich für die Lausitz neben zahlreichen Herausforderungen ebenso die Chance für eine umfassende Transformation zu nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsformen.

        Ziel | Fragestellung
        Anliegen des BMBF-geförderten Projektes ist es, den Transformationsprozess im Zuge des Braunkohleausstiegs aus wissenschaftlicher Sicht zu begleiten und den Strukturwandel hin zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu unterstützen. Dies umfasst eine prozessuale Unterstützung des aktuellen Leitbildprozesses sowie fachlichen Input für eine koordinierte und zielgerichtete strategische Entwicklung über die Landesgrenzen hinweg. 

        Das Vorhaben zielt darauf ab, das Transformationspotentials in der Lausitz zu erfassen und zu fördern. Dazu baut das Projekt auf den langjährigen Erfahrungen des IÖR bei der Erforschung von Prozessen der Nachhaltigkeitstransformation und des Strukturwandels in Städten sowie Bergbaufolge- bzw. Altindustrieregionen auf. Das zentrale forschungsleitende Erkenntnisinteresse des Projektes folgt der Fragestellung, welche Ansatzpunkte zur Stärkung einer kleinteiligeren, diversifizierteren und attraktiveren Wirtschafts- und Sozialstruktur sowie zu einer dauerhaft umweltgerechten Entwicklung in der Region bereits existieren und welche Wege zur Weiterentwicklung, Erprobung und Umsetzung gangbar erscheinen. Zudem soll untersucht werden, inwiefern planerische Strategien und Visionen den Transformationsprozess unterstützen können. Dazu wird neben vorhandener Sachkenntnis und Initiative vor Ort auch externe Expertise aus Wirtschaft und Wissenschaft eingebunden, so dass sowohl eine nationale als auch internationale Perspektive Berücksichtigung finden.

        Aus diesem prinzipiellen Erkenntnisinteresse ergeben sich folgende Fragestellungen, die die Arbeit des Projekts leiten:

        • Welche Ideen bzw. Visionen sind geeignet, einen auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Transformationsprozess in der Lausitz inhaltlich (und in der Folge gesellschaftspolitisch) tragen zu können?
        • Wie werden diese Ideen (diskursiv/politisch/prozedural etc.) im Zuge des Strukturwandels handlungsleitend gemacht?

        • Wie werden diese Prozesse der Regionalentwicklung aus einer Governance-Perspektive heraus politisch-gesellschaftlich gesteuert und welchen Wandel erfahren diese Steuerungsmechanismen vor dem Hintergrund der regionalen Herausforderungen?

        Ansatz | Methodik
        Der Ansatz des Projektes folgt der grundlegenden Leitlinie des IÖR, angewandte Forschung zum Nutzen der Region zu unternehmen und gewonnenes Wissen wieder in die gesellschaftliche Praxis zu transferieren. Das schließt ein, den in der Gesellschaft der Lausitz bestehenden Widersprüchen und Zielkonflikten in den Vorstellungen bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Region Rechnung zu tragen und diese regionale Heterogenität bewusst in der Forschungsarbeit zu berücksichtigen und abzubilden. Mit Blick auf das forschungspraktische Vorgehen folgt das Arbeitsprogramm einem Dreischritt:

        • (1) Erfassung regionaler/lokaler Innovationen, Ideen und Strategien zur zukunftsfähigen Entwicklung der Lausitz

        • (2) Reflexion, Erprobung, Anreicherung dieser Ideen unter Einbeziehung der Initiativen vor Ort und externer Expertise

        • (3) Einspeisung der Erkenntnisse in politische Entscheidungsgremien auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene

        In der Anfangsphase konzentrierte sich die Projektarbeit auf die Erfassung regionaler Ideen, die auf teilnehmende Beobachtungen, Befragungen/Interviews sowie Medien- bzw. Gutachtenanalysen aufbaut. Anliegen war es, sich ein präzises Bild der Lausitzer Ideen- und Akteurslandschaft zu verschaffen. Die empirischen und konzeptionellen Vorarbeiten zur Differenzierung von Forschungsdesign, Erklärungsmodells und Hypothesen wurden 2019 abgeschlossen. Hieran schließt sich die Reflexion und Erprobung in Fallstudien an, wobei tiefergehende Recherchen, die Einrichtung thematisch und räumlich begrenzter Experimentierfelder dienen. Zudem werden bedarfsorientiert Expertengruppen und über die Lausitz hinausgehende nationale und internationale Erfahrungen mit Strukturwandelprozessen in die Projektarbeit eingebunden. Parallel zum Forschungsprozess werden die gewonnenen Erkenntnisse in politische Entscheidungsgremien eingespeist.

        Eine zentrale Aufgabe des Forschungsvorhabens lag 2019 in der Begleitung des Leitbildprozesses, der von der Zukunftswerkstatt Lausitz (ZWL) durchgeführt wird und bis Ende 2020 ein Leitbild für die Lausitz bereitstellen soll. Die Strategien und Verfahren zur Erstellung des Leitbildes sowie des integrierten Bürgerbeteiligungsprozesses wurden wissenschaftlich reflektiert und erkenntliche Bedarfe und Anforderungen an das Prozessdesign als Handreichung in die Diskussion mit regionalen Akteuren eingebracht. 

        Vergleichsweise komplex war auch die Entwicklung eines Vorschlags für eine Governance-Struktur für die Region. Der Ausarbeitung des Vorschlags gingen zahlreiche Gespräche mit Vertretern der Länder Sachsen und Brandenburg sowie der Kommunen voraus. Der Vorschlag wurde im Rahmen des Projektansatzes der angewandten wissenschaftlichen Politikberatung geprüft, von den Praxisakteuren aller beteiligten Ebenen intensiv reflektiert und entsprechend den teilweise veränderten politischen Rahmenbedingungen überarbeitet. 

        Zur Integration und Vernetzung externer und regionaler Expertise fanden im Oktober 2019 ein Netzwerktreffen der sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung und ein Expertenkolloquium statt. In beiden Veranstaltungen wurden Forschungsansätze für den Strukturwandel, die Rolle der Vernetzung von Wissenschaft und Praxis sowie die Frage diskutiert, welche Erwartungen an einen Prozess der Leitbildentwicklung für die Lausitz gestellt werden. Das Kolloquium diente dazu, den Forschungsansatz des IÖR vorzustellen und mit Wissenschaftlern und regionalen Praktikern zu diskutieren. Die Debatte über den regionalen Strukturwandelprozess wurde durch zwei externe Inputvorträge (Dr. Lea Fünfschilling, Universität Lund, Schweden und Dr. Philipp Späth, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) bereichert. 

        Auf der Grundlage dieser Impulse und Anregungen erweiterte das Projektteam den Schwerpunkt um die Analyse von Raumbildern, regionalen Entwürfen und kooperativen Wettbewerben bei der Entwicklung von Leitbildern. Ein weiterer Aspekt bildet die vergleichende Analyse zur Rolle von Leitbildern bei der Gestaltung von Transformationsprozessen in europäischen Regionen. Auch für dieses Arbeitspaket wurden 2019 die konzeptionellen Vorarbeiten abgeschlossen.

        Laufzeit | Finanzierung | Kooperation
        Das Projekt hat eine Laufzeit von 10/2018 bis 09/2021 und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Die Projektarbeit ist angelegt in Kooperation mit der Zukunftswerkstatt Lausitz (ZWL) und dem Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam, wobei jeder der Kooperationspartner seine Projektarbeit in enger Abstimmung mit den Partnern eigenständig konzipiert, durchführt und verantwortet.

        Kontakt
        Prof. Dr. Robert Knippschild (r.knippschild[...]ioer.de)
        Dr. Sebastian Heer (s.heer[...]ioer.de)
        Dr. Antje Matern (a.matern[...]ioer.de)   

        Externe Projektwebseite

        http://transformation-lausitz.ioer.eu/

        Weiterführende Informationen

        Praxisorientierte Handreichungen

        Heer, Sebastian / Knippschild, Robert
        "Governance-Struktur für eine abgestimmte Regionalentwicklung der Lausitz. Wie lassen sich die Schlüsselakteure der Lausitz strukturell in die strategische Koordination des Transformationsprozesses einbinden?"
        Praxisorientierte Handreichung 4, veröffentlicht am 20. August 2020 [18. März 2020]
        Download

        Knippschild, Robert / Heer, Sebastian / Matern, Antje / Schwabe, Julian / Theuner, Jessica
        "Lausitz-Agentur. Strukturvorschlag zur effektiven Steuerung und zielgerichteten Koordinierung des Transformationsprozesses im Zuge des Kohleausstiegs"
        Praxisorientierte Handreichung 3, veröffentlicht am 20. August 2020 [11. Oktober 2019]
        Download

        Knippschild, Robert / Heer, Sebastian / Matern, Antje
        "Wie die Entwicklung eines Leitbildes für die Lausitz gestalten? Ein Prozessvorschlag zum Leitbildprozess der Zukunftswerkstatt Lausitz"
        Praxisorientierte Handreichung 2, veröffentlicht am 24. Juni 2019
        Download

        Knippschild, Robert / Heer, Sebastian    
        "Rolle des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung im Rahmen des Leitbildprozesses der Zukunftswerkstatt Lausitz"
        Praxisorientierte Handreichung 1, veröffentlicht am 08. März 2019
        Download

        Policy Brief

        Heer, Sebastian
        "Bürgerbeteiligung im Lausitzer Strukturwandel. Ziele und Ausgestaltung bürgerschaftlicher Teilhabe im Zuge des Braunkohleausstiegs"
        IZS Policy Brief 2, veröffentlicht am 30. Juni 2020    
        Download

        Heer, Sebastian / Knippschild, Robert
        "Rahmenbedingungen einer kooperativen Steuerung des Lausitzer Strukturwandels. Anforderungsprofil und Konsequenzen für die Ausgestaltung einer tragfähigen Governance-Architektur"
        IZS Policy Brief 1, veröffentlicht am 15. März 2020
        Download

        REVIVAL! - Revitalisierung der historischen Städte in Niederschlesien und Sachsen

        Ausgangslage
        Südwestpolen und Ostsachsen sind geprägt von einer Vielzahl an Klein- und Mittelstädten mit besonderem baukulturellem Wert. Gleichzeitig sind diese Städte besonders betroffen vom demographischen und sozioökonomischen Wandel. Neubautätigkeiten finden oftmals an den Stadträndern statt, während die historischen Innenstädte zunehmend ihre Nutzungen verlieren – trotz enormer Erfolge bei der Modernisierung der Infrastruktur und des Gebäudebestandes. Leerstände von Wohn- und Geschäftsgebäuden im Stadtzentrum stellen zum einen eine Bedrohung für die historische Bausubstanz dar und führen zum anderen zum Verlust wichtiger städtischer Funktionen, die das Stadtzentrum als Ort von Kultur, Handel und Begegnung traditionell innehat. Bei einer zunehmenden Bedeutung weicher Standortfaktoren (z. B. Freizeitwert, kulturelles Angebot, Image) für Wohnortentscheidungen und Unternehmensansiedlungen ergeben sich aus beiden Faktoren ein drohender Attraktivitätsverlust und regionale Standortnachteile für das betroffene Gebiet. Eine Chance für die Klein- und Mittelstädte in diesem deutsch-polnischen Grenzgebiet liegt jedoch in der zunehmenden Überlastung der Agglomerationen Wrocław und Dresden (z. B. angespannte Wohnungsmärkte, zunehmende Umwelt- und Verkehrsprobleme) und einem damit verbundenen, wieder erweckten Interesse an kleineren Städten. Insbesondere die historischen Klein- und Mittelstädte im Fördergebiet sind für eine Renaissance gut ausgestattet: mit ihrer attraktiven Bausubstanz und den historisch kompakten, städtischen Strukturen im Zentrum bieten sie geeignete Rahmenbedingungen für eine bauliche und gesellschaftliche Revitalisierung zu Zeiten europaweit verstärkter (Re-)Urbanisierungsprozesse.

        Ziel

        Personen bei Stadtführung, Blick auf Tafel mit Informationen zur Altstsanierung in Görlitz
        Stadtrundgang in Görlitz mit den Projektpartnern im Dezember 2018
        (Foto: IZS Görlitz)

        In der historischen Entwicklung, der Stadtstruktur, der demographischen und sozioökonomischen Entwicklung, den baukulturellen und touristischen Potenzialen aber auch in der wirtschaftlichen Strukturschwäche und den drohenden funktionalen Verlusten weisen die Städte im Grenzgebiet ähnliche Potenziale und Herausforderungen auf. Das Projekt "REVIVAL! - Revitalisierung der historischen Städte in Niederschlesien und Sachsen" zielte darauf ab, diesen Herausforderungen zu begegnen und die Entwicklungschancen der Klein- und Mittelstädte durch den Erhalt des kulturellen Erbes und eine Stärkung der Innenstädte besser zu nutzen. Neben der Belebung und Stärkung der Innenstädte verfolgte das Projekt die Ziele der Entwicklung und des Schutzes von kulturellem Erbe sowie der Steigerung der Lebensqualität in Niederschlesien und Sachsen.

        Projektmaßnahmen

        In den insgesamt zehn Partnerstädten des Projekts auf deutscher und polnischer Seite der Neiße wurde jeweils ein Aktionstag "Lebendige Innenstadt" veranstaltet um die historischen Zentren zu beleben, neue Aufmerksamkeit zu generieren und Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. Zehn Pilotmaßnahmen, die von jeder Stadt individuell und an die lokalen Bedürfnisse angepasst geplant und umgesetzt wurden, dienen dem Erhalt, der Entwicklung und der besseren Zugänglichkeit des kulturellen Erbes, bringen es ins Bewusstsein der Bevölkerung und machen es attraktiv für Touristen. Eine Wanderausstellung zeigte Geschichte und gegenwärtiges Potenzial der Innenstädte sowie die bereits erzielten Revitalisierungserfolge. Die Wanderausstellung kann nach Projektende unter anderem im virtuellen Raum erlebt werden, denn im Rahmen des interaktiven Projektvideos wurden nicht nur die historischen Zentren der Partnerstädte mithilfe einer 3D-Anwendung erlebbar gemacht, sondern auch die Ausstellung. Außerdem brachte im September 2019 eine studentische Herbstschule neue und kreative Ideen in die Region.

        Forschungsfragen und Methodik

        Im Projekt "REVIVAL! - Revitalisierung der historischen Städte in Niederschlesien und Sachsen" wurden Ansätze zur Belebung historischer Innenstädte in der Praxis erprobt. Begleitend befasste sich das Projekt mit der methodisch-theoretischen Weiterentwicklung vorhandener wissenschaftlicher Ansätze zur Erfassung von Lebensqualität in peripher gelegenen historischen Klein- und Mittelstädten. Dabei wurde insbesondere der Beitrag des kulturellen Erbes beleuchtet. Im Ergebnis entstand ein Ausblick für eine alternative Erhebungsmethodik der Lebensqualität in diesem Stadttypen. Darüber hinaus wurden in allen zehn Partnerstädten Analysen des gegenwärtigen Beitrags kulturellen Erbes zur Lebensqualität angestellt. Auf der Basis dieser Erhebungen wurden schließlich strategische Empfehlungen formuliert, die dazu beitragen sollen, das Potenzial des kulturellen Erbes für die Lebensqualität besser zu entfalten. Neben zehn kommunalen Strategien wurde auch eine Regionalstrategie für das gesamte Fördergebiet erarbeitet.

        Logo Interreg_Polska-Saksonia_EN

        Das Projekt mit dem Gesamtwert von 1 032 906 Euro wurde mit einem Anteil von 85% durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des EU-Kooperationsprogramms INTERREG Polen – Sachsen 2014-2020 gefördert.

        Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), vertreten durch das in Görlitz ansässige Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS), betreute das Projekt als Lead Partner. Zu den wissenschaftlichen Partnern zählen weiterhin die TU Dresden (IHI Zittau), ebenfalls vertreten durch das IZS in Görlitz, sowie die Woiwodschaft Niederschlesien, vertreten durch das Instytut Rozwoju Terytorialnego (IRT) in Wrocław. Auf deutscher Seite waren die vier Städte Bautzen, Görlitz (vertreten durch die Europastadt Görlitz/Zgorzelec GmbH), Reichenbach und Zittau beteiligt, auf polnischer Seite die Städte und Gemeinden Bolesławiec, Gryfów Śląski, Kamienna Góra, Lubawka (Chełmsko Śląskie), Lubomierz und Żary.

        https://izs-goerlitz.ioer.de/fileadmin/Bilder/projekte/DSC_0028-a.png
        Gruppenbild der Projektpartner (Foto: IZS Görlitz)

        Projektlaufzeit: 10/2018 – 12/2020

        Weitere Informationen auf der Projektwebseite: http://revival.ioer.eu

        Stadt auf Probe - Wohnen und Arbeiten in Görlitz

        https://izs-goerlitz.ioer.de/fileadmin/Bilder/projekte/IMG_0150.JPG
        Foto: R. Knippschild, IÖR-Media

        Die Stadt Görlitz bietet ein großes und breit gefächertes Angebot an Wohn- und Arbeitsraum zu moderaten Preisen, ein attraktives Umfeld durch ein breites Kulturangebot, ein historisches Stadtbild, bereits vorhandene Netzwerke der Kreativwirtschaft, ein internationales Umfeld durch die Grenzlage sowie ein positives Image ("Görliwood", "Schönste Stadt Deutschlands", "Europastadt"). Gleichzeitig ist sie von den Folgen des demografischen Wandels und des wirtschaftlichen Strukturwandels betroffen und sucht nach Strategien der langfristigen Stabilisierung und Revitalisierung insbesondere der historischen Innenstadt sowie zahlreicher Industrie- und Gewerbebrachen.

        Die Stadt steht damit stellvertretend für Herausforderungen, vor denen zahlreiche Mittelstädte in Deutschland stehen. Während sie aufgrund von tiefgreifenden Umwandlungsprozessen in den letzten Jahren einen immensen Bevölkerungsverlust erfahren haben, erfreuen sich seit Mitte der 2000er-Jahre  Großstädte und Großstadtregionen großer Beliebtheit. Doch hier werden verstärkt Überlastungseffekte deutlich, die steigenden Bevölkerungszahlen führen zu einer zunehmenden Anspannung auf dem Wohnungs- und Gewerbeflächenmarkt sowie zu höheren Verkehrs- und Umweltbelastungen.

        Im Projekt „Stadt auf Probe – Wohnen und Arbeiten in Görlitz“ wurde ein Ansatz analysiert, wie die Potenziale einer Mittelstadt genutzt und gefördert werden und damit Gegenentwürfe zu Abwanderung, Leerstand und einem weiteren Bedeutungsverlust der Städte entstehen können. Es stellte sich die Frage, welches Potenzial für eine Revitalisierung insbesondere peripher gelegenen Mittelstädten zukommt, die jedoch mit günstigen weichen Standortfaktoren ausgestattet sind. Unter welchen Bedingungen kann sich aus den genannten Trends der Stadtentwicklung in Deutschland eine Renaissance der Mittelstädte ergeben? Mit welchen Ansätzen kann die nationale Stadtentwicklungspolitik dieses Potenzial stärken und nutzen?

        Im Rahmen des Projektes wurden für einen begrenzten Zeitraum ein kostenfreies Probewohnen und Probearbeiten in der Stadt Görlitz angeboten. Das Projekt konzentrierte sich dabei auf eine Personengruppe, die ortsungebunden ist, z. B. freiberuflich und evtl. in der Kreativwirtschaft arbeitet, und die für die Stadt Görlitz als Wohn- und Arbeitsstandort begeistert werden sollten. Gleichzeitig konnten mit dem Projekt bereits vorhandene Netzwerke der Kreativwirtschaft in der Stadt gestärkt werden. Interessierte aus der genannten Zielgruppe bekamen für einen Zeitraum von vier Wochen jeweils kostenfrei eine Probewohnung sowie einen Probearbeitsraum zur Verfügung gestellt, um ihrer freiberuflichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung sollten Wünsche und Erfahrungen dieser Zielgruppe mit Blick auf Empfehlungen für die künftige Stadtentwicklung in Görlitz analysiert werden.

        Das Projekt wurde im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), vertreten durch das in Görlitz ansässige Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) setzte das Projekt gemeinsam mit den Partnern KommWohnen Service GmbH, dem Amt für Stadtentwicklung der Stadt Görlitz sowie den Görlitzer Initiativen KoLABORacja e. V., Kühlhaus e. V. und Wildwuchs e. V. um. Weitere lokale Initiativen und Netzwerke unterstützten das Vorhaben.

        Weitere Informationen zum Projekt unter: http://stadt-auf-probe.ioer.eu

               

        Projektlaufzeit: 07/2018 – 12/2020

        Transition towards urban sustainability through socially integrative cities in the EU and in China (TRANS-URBAN-EU-CHINA)

        Problem
        Eine der größten Herausforderungen des Urbanisierungsprozesses in China ist die Entwicklung sozial integrativer und nachhaltiger Städte. Europäische Ansätze bieten wichtige  Anknüpfungspunkte hinsichtlich sozialer Inklusion, kultureller Vielfalt und wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Allerdings benötigen chinesische Städte ein neues Verständnis, um diese Praktiken vor ihrem eigenen Hintergrund umzusetzen, zu erweitern und zu übersetzen. Damit können auch Lerneffekte für den europäischen Kontext entstehen, die die europäische Forschungsagenda  zur nachhaltigen Stadtentwicklung beeinflussen.

        Ziel
        Wissenstransfer politischen Entscheidungsträgern, städtischen Behörden, Immobilienentwicklern, öffentlichen Dienstleistern und Bürgern in China dabei zu helfen, sozial integrative Städte auf umweltfreundliche und finanziell tragfähige Weise zu entwickeln. Darüber hinaus unterstützt das Projekt städtische Akteure in Europa, ihre Ansätze für eine nachhaltige Urbanisierung zu reflektieren und gegebenenfalls zu überdenken. 

        Das vom IÖR koordinierte Arbeitspaket 3 „Landnutzungsplanung und Landmanagement“ zielt auf die Unterstützung der Stadterneuerung sowie die Ergänzung von Stadterweiterungsansätzen und die Verbesserung damit verbundener Landmanagementsysteme und -ansätze. Im Schwerpunkt wird sich das IÖR mit Fragen der sozial integrativen Stadterneuerung beschäftigen.

        Forschungsfragen
        Das vom IÖR bearbeitete Teilprojekt zielt auf die Frage inwiefern aktuelle Ansätze der Stadtplanung und des Landmanagements geeignet sind, sozial integrative  Stadterneuerung in chinesischen Städten zu fördern und welche Empfehlungen für die künftige Stadterneuerung abgeleitet werden können. 

        Methodik
        Auf der Grundlage einer vergleichenden Analyse der politischen Strategien und Erfahrungen der Stadterneuerung in Europa und China wird zunächst eine systematische Wissensbasis erarbeitet. Praxisbeispiele aus Europa und China werden hinsichtlich geeigneter Planungsansätze zur Unterstützung sozial integrativer Stadterneuerung analysiert. Empfehlungen zur Anwendung und Anpassung entsprechender Instrumente werden in Urban Living Labs in China getestet. 

        Ergebnisse
        Im Ergebnis steht eine systematische Aufbereitung des Wissenstandes zu Rahmenbedingungen, Strategien und Herausforderungen der Stadterneuerung in Europa und China. Abschließend werden Empfehlungen für die Stadtplanung und das Landmanagement im Rahmen der Stadterneuerung für chinesische Städte, aber auch Rückschlüsse für Europa erarbeitet, um die Transformation zu sozial integrativen Städten zu unterstützen. Die Ergebnisse werden in öffentlich zugänglichen Berichten, Policy Briefs, einem Online-Compendium und einem Buch veröffentlicht.  

        Kontakt 
        Dr.-Ing. Stefanie Rößler
        http://transurbaneuchina.eu 

        Kooperation
        - Leibniz Institute of Ecological Urban and Regional Development (IOER) (Coordinator 01/2018-06/2019)
        - Technische Universität Dresden (Dresden University of Technology, TUD) (Coordinator 07/2019-12/2020)
        - Austrian Institute of Technology (AIT)
        - China Academy of Urban Planning and Design (CAUPD); a sub-institute of the Ministry of Housing and Urban-Rural Development
        - Chinese Academy of Sciences, Institute of Geographical Sciences and Natural Resources Research (CAS)
        - Chinese Academy of Science and Technology for Development Ministry of Science and Technology (CASTED)
        - China Center for Urban Development (CCUD)
        - China Intelligent Urbanisation Co-Creation Centre for High Density Regions at Tongji University (CIUC)
        - European city organization EUROCITIES (EUROCITIES)
        - The Israeli Smart Cities Institute (ISCI)
        - Institute of Studies for the Integration of Systems (ISINNOVA)
        - Norwegian University of Science and Technology (NTNU)
        - Politecnico di Torino (POLITO) and Università di Macerata (UNIMC)
        - School of Architecture, Tsinghua University (TSINGHUA)

        Laufzeit 
        01/2018-12/2020

        Finanzierung 
        Das Projekt wird im Europäischen Forschungsrahmenprogramm HORIZON 2020 gefördert (Grant Agreement No. 770141).

        StadtumMig - Vom Stadtumbauschwerpunkt zum Einwandererungsquartier? Neue Perspektiven für periphere Großwohnsiedlungen; Teilprojekt B: Planung und Infrastruktur

        Stadtumbau in Halle-Neustadt.jpg
        Stadtumbau in Halle-Neustadt - Potenziale
        für die Freiraumentwicklung (Foto: S. Rößler)

        Problemstellung 
        In den letzten anderthalb Jahrzehnten wurde in nahezu allen ostdeutschen Kommunen der Stadtumbau, im Sinne der Anpassung des Wohnungs- und Infrastrukturbestands an zurückgehende Bevölkerungszahlen, vorangetrieben. Hierdurch sind an den Rändern vieler ostdeutscher Städte Quartiere entstanden, in denen Wohnungsbestand und Infrastruktur reduziert wurden, bei denen aber die weitere Entwicklungsperspektive unklar ist. Angesichts der Zuwanderung von Geflüchteten ergeben sich neue Entwicklungsperspektiven für diese Wohngebiete. Gerade die Stadtumbauquartiere erleben in jüngster Zeit erhebliche Zuzüge durch anerkannte Asylsuchende oder subsidiär Geschützte. In der Folge wachsen sowohl die Bevölkerung insgesamt als auch der Anteil von Migrantinnen und Migranten in den betroffenen Wohngebieten in vergleichsweise kurzer Zeit. Damit entstehen auch neue Anforderungen für die Wohnraumversorgung, die Infrastrukturausstattung und Freiraumangebote, sowie für die Integration und die Beteiligung der neuen Bewohnerinnen und Bewohner. Parallel sollen ökologische Aspekte wie Klimaschutz und Klimaanpassung, Ressourceneffizienz, Biodiversitätsförderung oder Umweltgerechtigkeit verstärkt in der Stadtentwicklung berücksichtigt werden. Betroffene Kommunen stehen vor der Herausforderung zukunftsfähige Stadtentwicklungsstrategien und -maßnahmen für diese Quartiere zu entwickeln.

        Zielstellung
        Das Verbundprojekt untersucht die Potentiale und Probleme ehemaliger Stadtumbaustandorte im Wandel zu Einwanderungsquartieren. Es zielt auf die Erforschung von Potenzialen und Hemmnissen, die sich aus diesen Prozessen für eine nachhaltige Stadtentwicklung ergeben. 

        Das vom IÖR bearbeitete Teilprojekt "Planung und Infrastruktur" widmet sich der Analyse der stadt- und freiraumplanerischen Rahmenbedingungen sowie der Situation des Wohnungsbestandes, der Freiraumausstattung und der Infrastruktur in betroffenen Quartieren in den drei Fallstudienstädten Cottbus, Halle/Saale und Schwerin. Aufbauend auf der Situationsanalyse und den Ergebnissen der im Rahmen der anderen Teilprojekte durchgeführten Befragungen und Beteiligungsprozesse sollen die Anpassungspotenziale bewertet und sowohl spezifische als auch übertragbare Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung abgeleitet werden.

        Forschungsfragen 
        Welche städtebauliche Perspektive haben ehemalige Stadtumbauquartiere im Kontext veränderter Nachfrage? 

        Welche Maßnahmen werden notwendig, um den Wohngebäudebestand, die Infrastruktur und die Freiräume sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht an die veränderte Nachfrage anzupassen und eine nachhaltige Stadtentwicklung zu unterstützen?

        Methodik 
        Die Analyse des Wohnungsbestandes, der Freiraum- und Infrastrukturausstattung erfolgt auf der Grundlage der Auswertung von statistischen Daten und Geodaten, Plänen, Dokumenten sowie Vor-Ort-Erhebungen. Mittels Dokumentenanalysen und Experteninterviews werden die stadt- und freiraumplanerischen Rahmenbedingungen analysiert und bewertet. Ergänzend fließen Erkenntnisse aus den sozialwissenschaftlichen Erhebungen und Transfer- sowie Beteiligungsformaten in die Entwicklung von Handlungsempfehlungen ein.

        Angestrebte Ergebnisse 
        Es sollen wissenschaftlich fundierte und praktisch anschlussfähige Strategien für die Integration von Geflüchteten auf der Ebene der Wohnquartiere und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung entwickelt werden. 

        Über die Reflexion der Erkenntnisse aus dem Teilprojekt mit den Praxisakteuren vor Ort und die Ausarbeitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Kommunen bzw. Quartiere werden die Projektergebnisse der Planungspraxis direkt zur Verfügung gestellt und können in weitere kommunale Konzepte und Entscheidungen zur Stadt- und Freiraumplanung einfließen. 

        Erkenntnisse aus dem Teilprojekt werden zum einen in die internationale wissenschaftliche Debatte um Nachhaltigkeitstransformation (sustainability transition) eingebracht. Zum anderen wird die nationale Stadtumbaudebatte  mit Erkenntnissen zu aktuellen Fragestellungen der Entwicklung der Stadtumbauquartiere adressiert.

        Laufzeit
        05/2019-04/2022

        Kontakt 
        Dr.-Ing Stefanie Rößler
        Tel. +49 (0)351 4679 268
        S.Roessler[...]ioer.de 

        Dr.-Ing Katja Friedrich
        Tel. +49 (0)351 4679 297
        K.Friedrich[...]ioer.de 

        Finanzierung
        Das Projekt "StadtumMig" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Vorhaben der "Leitinitiative Zukunftsstadt" gefördert.

        Logos BMBF und FONA deutsch
         

        Partner