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Ökologischer Stadtumbau im Fokus – IÖR und TU Dresden forschen gemeinsam in Görlitz

Fragen der ökologischen Stadtentwicklung gewinnen an Bedeutung. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und die Technische Universität Dresden (TUD) nehmen sie nun gemeinsam in den Blick. Dazu betreiben sie zusammen das Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) in Görlitz. Am 20. Juni 2014 nahm das IZS offiziell seine Arbeit auf.

„Die Frage der Entwicklung der Städte ist wichtiger denn je“, erklärte Professor Bernhard Müller, Direktor des IÖR, bei der Auftaktveranstaltung des IZS am 20. Juni. Denn schon heute lebe mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. „Ein wichtiges Ziel – auch der Bundesregierung – ist es deshalb, mehr Nachhaltigkeit gerade in Städten zu erreichen“, so Müller. Dazu sei es wichtig, bestehende Städte als attraktive und lebenswerte Orte zu erhalten und zu gestalten. Wie diese Weiterentwicklung unter ökologischen Gesichtspunkten aussehen kann, wird im Mittelpunkt der neuen Kooperation zwischen dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung und der Technischen Universität Dresden stehen.

Unterzeichnung der Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen dem IÖR, der Stadt Görlitz und der TU Dresden (v. l.: Prof. Bernhard Müller, Direktor des IÖR; Siegfried Deinege, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz; Prof. Karl Lenz, Prorektor der TU Dresden) (Foto: IÖR / S. Tramsen)
Unterzeichnung der Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen dem IÖR, der Stadt Görlitz und der TU Dresden

Das Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau wird dabei lokalen ebenso wie globalen Fragestellungen nachgehen. Von Seiten der TUD wird die Kooperation insbesondere durch das Internationale Hochschulinstitut (IHI) Zittau, einer Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtung der Universität, wahrgenommen. „Dies ist eine große Chance, denn das IHI Zittau zeichnet sich zum einen durch ein hohes Maß an regionaler Kompetenz und zum anderen durch gute Kontakte in den Grenzraum aus“, erläuterte Müller.

Professor Karl Lenz, Prorektor der Technischen Universität Dresden, nannte das IZS in Görlitz einen besonderen Glücksfall. „Die Kooperation ist ein wichtiger Baustein bei der Vernetzung der TU Dresden mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Wir leisten damit einen Beitrag zu einem gelebten DRESDEN-concept“, betonte Lenz mit Verweis auf die Teilnahme der Hochschule an der Exzellenzinitiative. Dies sei auch ganz im Sinne des Sächsischen Hochschulentwicklungsplanes 2020 hob Dr. Henry Hasenpflug, Staatssekretär im Sächsischen Wissenschaftsministerium, positiv hervor.

Der besondere Dank galt am 20. Juni Professor Jürg Sulzer. Er leitete bis 2013 das Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau. Das Zentrum war auf Initiative der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 2004 als Außenstelle der Technischen Universität Dresden gegründet worden. Das IZS führt nun die Aktivitäten des Görlitz Kompetenzzentrums fort und erweitert diese um Frage der ökologischen Raumentwicklung.

Dass das Zentrum in Görlitz eine Zukunft hat, freut auch den Oberbürgermeister der Stadt, Siegfried Deinege, und Michael Kretschmer, Mitglied des Bundestages für den Landkreis Görlitz. „Wir sind dankbar, dass sich die Wissenschaft in Görlitz ansiedelt und damit etwas für das Ansehen der Region in der Welt tut“, so Kretschmer. Siegfried Deinege freut sich vor allem auf die Studierenden, „die mit unvoreingenommenem Blick nach Görlitz kommen und nach Antworten auf die Fragen der Stadtentwicklung hier vor Ort suchen werden“. Die langjährige Zusammenarbeit des Zentrums mit der Stadt Görlitz wird durch das IZS fortgeführt. Dies haben IÖR, TUD und die Stadt mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit besiegelt.