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Europastadt-Gespräche

Die Europastadt-Gespräche dienen der offenen Debatte zu Themen der Stadtentwicklung und des Stadtumbaus in den Städten Görlitz und Zgorzelec sowie darüber hinaus. Dabei werden aktuelle Forschungserkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis dargestellt und diskutiert sowie Schlussfolgerungen für die Entwicklung vor Ort gezogen. Die zahlreichen Akteure der Stadtentwicklung sowie alle Interessierten erhalten ein Forum zur Diskussion, zum grenzüberschreitenden Austausch und zur Mitgestaltung.

Die Themen

2/2018 │Denkmalschutz ist Stadtentwicklung ist Denkmalschutz

  Referenten und Teilnehmer/-innen des Europastadt-Gesprächs (Fotos: S. Hauck/IÖR)

10. April 2018 │ 17:00 – 18:30 Uhr │ Jugendherberge Görlitz "Altstadt", Peterstraße 15

In Görlitz ist der Denkmalschutz auf das Engste mit Fragen der Stadtentwicklung verknüpft. Der Denkmalbestand prägt den Charakter der Stadt mit ihrer spezifischen Lebensqualität und ihrem überregionalen Image als außerordentlich attraktive Stadt. Dabei ist der denkmalgeschützte Gebäudebestand wesentlicher Bestandteil der Stadtstruktur und unterliegt den Ansprüchen einer in die Zukunft gerichteten Stadtentwicklung, etwa im Bereich der Revitalisierung, des Stadtklimas oder der Energieeffizienz. Denkmalpflegerisches Wirken bedeutet immer auch korrigierendes Eingreifen in Planungs- und Bauprozesse.

Zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen und privates Engagement im Bereich der Denkmalpflege sind darüber hinaus kennzeichnend für Görlitz. Die Stadtverwaltung möchte nun die Debatte im Spanungsfeld zwischen Stadtentwicklung und Denkmalschutz aufgreifen, strukturieren und verstetigen. Leitfragen dieses Europastadt-Gespräches sind somit:

  • Welche Themen des Denkmalschutzes sind momentan und längerfristig vorrangig für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung?
  • Welche Form der Kommunikation ist geeignet, um eine kontinuierliche Debatte hierzu zu führen?
  • Welche Rolle spielen Fragen des Denkmalschutzes und der Baukultur für die Stadtentwicklung in Zgorzelec? Inwieweit ist der denkmalgeschützte Gebäudebestand Identitätsmerkmal einer gemeinsamen Europastadt Görlitz/Zgorzelec?

Das Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) führt dieses Europastadt-Gespräch gemeinsam mit der Stadtverwaltung Görlitz durch. Impulse für die anschließende Diskussion werden Herr Dr. Michael Wieler (Bürgermeister für Kultur, Bauen und Stadtentwicklung, Ordnung und Sicherheit), Herr Wieland Menzel (Leiter Sachgebiet Denkmalschutz, Stadt Görlitz) sowie Vertreter der Stadtverwaltung Zgorzelec und die Akteure Frank-Ernest Nitzsche und Rayk Grieger setzen.

Bitte beachten Sie, dass dieses Europastadt-Gespräch als Ausnahme im Tagungssaal der Jugendherberge Görlitz-Altstadt (Peterstraße 15, 02826 Görlitz) stattfindet.

Ansprechpartner IZS: Prof. Dr. Robert Knippschild, Sarah Hauck
E-Mail: r.knippschild[...]ioer.de  s.hauck[...]ioer.de
Tel.: (03581) 792479-0

Ansprechpartner Stadt Görlitz: Wieland Menzel
E-Mail: w.menzel[...]goerlitz.de 
Tel.: (03581) 672623

Die Veranstaltung wird simultan deutsch-polnisch übersetzt

Fernsehbericht zum Europastadt-Gespräch vom 10. April 2018 auf kulturnet.TV: https://www.facebook.com/kulturnet.tv/videos/2041269749454597/

1/2018 │Trends der Stadtentwicklung und der städtischen Transformation in Niederschlesien – Implikationen für die Europastadt Görlitz/Zgorzelec

16. Januar 2018 │ 17:00 – 18:30 Uhr │ IZS, Gottfried-Kiesow-Platz 1

Die Woiwodschaft Niederschlesien wird in vielen Berichten zur sozio-ökonomischen Situation der polnischen Regionen als ein Gebiet der dynamischen Entwicklung, der nachhaltigen Steigerung der Lebensqualität und der anhaltenden Attraktivität für Investoren genannt. Dies ist allerdings eine pauschalisierende Darstellung. In Wirklichkeit ist Niederschlesien eine Region, die geprägt ist von krassen Gegensätzen und räumlich differenzierten Entwicklungsdynamiken, wobei unterschiedliche Trends nebeneinander ablaufen.

In der Woiwodschaft ist in den letzten Jahren ein kontinuierlicher Rückgang der Einwohnerzahl in 82 der insgesamt 91 Städte zu beobachten. In den Jahren 2010-2016 gab es regional den größten Rückgang der Einwohnerzahlen (über 6 %) in den Städten der Sudeten. Der größte Anstieg der Einwohnerzahlen war in den kleinen Städten im Agglomerationsraum um Breslau zu beobachten.

In den zwei Ballungsräumen um Breslau und Legnica-Głogów gibt es Veränderungen, die auf die Steigerung des BIP pro Kopf zurückzuführen sind. In beiden Gebieten ist eine anhaltende Steigerung der Einwohnerzahlen bei langfristig niedriger Arbeitslosenquote festzustellen. Diese Entwicklung begleiten Herausforderungen wie Suburbanisierung und wachsende Engpässe im Verkehr. Entgegengesetzte Entwicklungen beobachtet man in den Sudeten, in der Lausitz und in den nördlichen Landkreisen der Woiwodschaft.

Eine der größten Herausforderungen für die Städte der Woiwodschaft Niederschlesien stellen die Probleme der Luftverschmutzung dar, die in über 80 % aus den Wohnanlagen stammen. Dafür sind veraltete Heizungsanlagen, fehlende Maßnahmen im Bereich der thermischen Sanierung der Gebäude, verstreute Bebauung und niedrige Energieeffizienz der Siedlungsstruktur verantwortlich.

Die Herausforderungen für die regionale Entwicklungspolitik, die sich aus dem Bevölkerungsrückgang in den kleinen Städten der Woiwodschaft ergeben, sind der Verlust ihrer städtischen Funktionen und einer im Zusammenhang damit notwendigen räumlich-funktionalen Neuorientierung.

Programm und weitere Informationen

2/2017 | Stadtumbau in Görlitz zwischen Revitalisierung und Denkmalschutz

2 Bilder, die Rreferenten und Teilnehmer/-innen im Gespräch zeigen
 Referenten und Teilnehmer/-innen im Gespräch (Fotos: S. Hauck/IÖR)

1. Juni 2017 | 18:00 – 19:30 Uhr | IZS, Gottfried-Kiesow-Platz 1

In den vergangenen 25 Jahren wurden in Görlitz ca. drei Viertel des städtebaulich wertvollen und denkmalgeschützten Baubestandes saniert. Einwohnerverluste von über 25 % haben jedoch zu erheblichen Leerständen geführt, die auch durch die derzeit zu verzeichnenden und prognostizierten Bevölkerungszuwächse nicht kompensiert werden können. Städtebauliche Missstände und soziale Segregation bestehen in einigen Stadtteilen (vor allem in den Gründerzeitquartieren) fort bzw. verschärfen sich aufgrund von Zuzügen in die historische Altstadt.

Mit einer sogenannten Stadtumbau-Matrix wurde eine einfach anwendbare Leitlinie geschaffen, um den Wohnungs- und Gebäudebestand im Einklang mit dem Denkmalschutz zu optimieren sowie neue Nutzungen zuzulassen. Mithilfe dieser Stadtumbau-Matrix sollen Entscheidungen unterstützt und transparent gemacht werden, inwieweit in die bestehende Bausubstanz eingegriffen werden kann bzw. welche Nutzungen in denkmalgeschützten Gebäuden denkbar sind.

Der Ansatz und erste Erfahrungen mit der Anwendung der Stadtumbau-Matrix werden beim Europastadt-Gespräch vorgestellt. Im Anschluss diskutieren Vertreter der Stadt sowie Aktive der Görlitzer Stadtentwicklung gemeinsam mit allen Interessierten die möglichen Wirkungen der Stadtumbau-Matrix für die weitere Entwicklung der Europastadt.

Die Veranstaltung wird simultan deutsch-polnisch übersetzt.

Programm und weitere Informationen (PDF)

1/2017 │ Wohnstandort Europastadt – Befunde und Perspektiven

2. Februar 2017 │ 18:00 – 19:30 Uhr │ IZS, Gottfried-Kiesow-Platz 1

Die Städte Görlitz und Zgorzelec stehen bei der Bewältigung des demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandels vor ähnlichen Herausforderungen. Darüber hinaus werden beide Städte unmittelbar mit ihrer Grenzlage in Verbindung gebracht. Was bedeutet dies für den Wohnstandort Europastadt Görlitz/Zgorzelec?

Im Rahmen des Projektes Probewohnen haben bis Ende Oktober 2016 über 200 Personen mietkostenfrei in der Görlitzer Altstadt eine Woche zur Probe gewohnt. Die Auswertung gibt interessante Einblicke in die Umzugsmotivation, die Wohnwünsche und die Wohnerfahrungen. Darüber hinaus spielt die Grenzlage eine überraschende Rolle in den Einschätzungen zum Wohnstandort Görlitz.

Die Ergebnisse der Auswertung werden dargestellt. Vertreter der Städte Görlitz und Zgorzelec sowie der KommWohnen GmbH diskutieren anschließend gemeinsam mit allen Interessierten zu folgenden Fragen:

  • Welche Vor- und Nachteile hat der (Wohn-)Standort Europastadt? Für welche Bevölkerungsgruppen sind die beiden Städte bzw. ihre Stadtteile interessant?
  • Welche Perspektiven bietet ein grenzüberschreitender Wohnungsmarkt?
  • Ist die Görlitzer Altstadt für die Entwicklung von Zgorzelec Standortvorteil oder Konkurrenz?

Programm und weitere Informationen