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Denksalon 2013
Ökologischer und Revitalisierender Stadtumbau

Städte ökologisch entwickeln – "Denksalon" in Görlitz/Zgorzelec widmet sich Thema der Zukunft

Görlitz (Foto: Benno Brandstetter)
Bick von oben auf Görlitz

Mit den Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen eines ökologischen Stadtumbaus hat sich die Reihe "Denksalon Ökologischer und Revitalisierender Stadtumbau" in diesem Jahr beschäftigt. Vertreter aus Wissenschaft und Praxis trafen sich zum neunten Mal in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec, um über aktuelle Themen des Stadtumbaus zu diskutieren.

Slide of a presentaion with title of the event and subtitle "interviews"

Sehen Sie hier die Interviews mit den Referenten zu Fragen des ökologischen Stadtumbaus.

(IOER Dresden Youtube Channel)

Zum ersten Mal wurde die renommierte Veranstaltung gemeinsam von Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Technischer Universität Dresden ausgerichtet. Die Impulsreferate und intensiven Diskussionsrunden zwischen Referenten und Gästen aus Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich, der Schweiz und Großbritannien widmeten sich in diesem Jahr dem Konzept des Ökologischen Stadtumbaus als ein Weg zu zukunftsfähigen Städten. (Programm)

Herr Prof. Müller eröffnete den 9. Denksalon im Schlesischen Museum zu Görlitz. (Foto: Robert Bienas)
Herr Prof. Müller eröffnete den 9. Denksalon im Schlesischen Museum zu Görlitz. (Foto: Robert Bienas)

Zunächst standen die Chancen und Risiken nationaler und internationaler Ansätze im Mittelpunkt, die dabei helfen, ökologische Stadtentwicklung zu beschreiben und zu bewerten. Vorhandene Zertifizierungssysteme für Städte und Stadtquartiere bieten die Möglichkeit, Akteure zum Beispiel für Fragen der Energieeffizienz oder Mobilitätsgestaltung zu sensibilisieren. Zugleich wurden aber auch die Grenzen deutlich, an die die Bewertung von sozialräumlichen oder baukulturellen Qualitäten stößt.

In Tischgesprächen diskutierten Teilnehmer gemeinsam mit den Referenten. (Foto: Robert Bienas)
In Tischgesprächen diskutierten Teilnehmer gemeinsam mit den Referenten. (Foto: Robert Bienas)

Im Besonderen ging es darum, wie bestehende, historische Stadtstrukturen ökologisch weiterentwickelt werden können. Die Berücksichtigung des Denkmalschutzes sowie baukultureller und städtebaulicher Qualitäten wurde als wesentliche Voraussetzungen für die Erhaltung und Anpassungsfähigkeit städtischer Strukturen herausgestellt. Durch die Belebung der bestehenden Gebäude und Quartiere könnten vorhandene Ressourcen genutzt und weiteres Siedlungsflächenwachstum mit allen negativen ökologischen Folgen vermieden werden. Ökologischer Umbau sollte sich nicht auf bauliche Maßnahmen am Einzelgebäude beschränken, die unter Umständen nur schwer und aufwändig umsetzbar sind. Vielmehr sollte er die Vielfalt möglicher Maßnahmen, wie etwa die fahrradfreundliche Gestaltung des öffentlichen Raums, nutzen.

Einigkeit bestand darüber, dass ein ökologischer Stadtumbau nur gemeinsam mit Nutzern und Eigentümern erfolgreich sein kann. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen praktischen Ansätzen zeigte, dass neben baulichen oder technologischen Lösungen, letztlich Aspekte wie Sensibilisierung, Vermittlung, Eigenverantwortung und Kooperation von herausragender Bedeutung für diesen Stadtumbau sind. Neben der Steuerung durch die öffentliche Hand, die weiterhin als wichtig eingeschätzt wird, liegen hier die größten Anknüpfungspunkte für eine erfolgreiche Umsetzung ökologischer Belange in der künftigen Stadtentwicklung.

Seit 2005 gibt der Denksalon Gelegenheit, anhand unterschiedlicher Jahresthemen Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten für eine zukunftsgerichtete Entwicklung europäischer Städte zu erörtern.

Die Veranstaltung war in diesem Jahr außerdem Teil einer Workshop-Reihe des "Leverhulme International Network – Tomorrow's City Today" unter Federführung der Universität von Westminster, London und ihrer "International Eco-Cities Initiative". Im Herbst 2012 traf sich im Rahmen dieser Initiative eine internationale Expertengruppe zur Konferenz "Tomorrow's City Today: Developing International Standards and Policy for Eco-Cities". Die Ergebnisse wurden im "Bellagio Conference Report" zusammengestellt.

Ansprechpartnerin im IÖR:
Dr. Stefanie Rößler, Tel.: 0351/46 79-268, E-Mail: denksalon[...]ioer.de

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