Am 22. April 2026 fand im Sitz des Vereins für die Entwicklung von Energieinnovation (STORIE) in Zgorzelec die sechste ARENA im Projekt TriLand – Grenzüberschreitendes Transformationszentrum statt. Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Kommunalpolitik, öffentlicher Verwaltung, Gewerkschaften, Wissenschaft sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen.
Ziel der Veranstaltung war die Bestimmung des Status Quo als Grundlage für die regionale Strategieentwicklung im Rahmen des Kohleausstiegs und der Energiewende.
Die Veranstaltung wurde eröffnet von Joanna Tokarczuk, Leiterin des Vereins STORIE. Sie gab einen Einblick in den aktuellen Prozess des regionalen Zusammenschlusses zur Interessensbildung in den beiden polnischen Kreisen Zgorzelec und Luban Slaski (Komitee Subregion Turów).
Prof. Robert Knippschild vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) sowie Leiter des Interdisziplinären Zentrums für transformativen Stadtumbau in Görlitz und Dr. Maciej Zathey, Direktor des Instituts für territoriale Entwicklung (IRT) in Wrocław, schlugen abgeleitet auf vorliegenden Strategien und Studien zentrale Handlungsfelder für die Dreiländerregion vor. Diese wurden diskutiert und für den weiteren strategischen Prozess priorisiert und geclustert. Im Anschluss wurde in diesen Handlungsfeldern der aktuelle Zustand der Dreiländerregion beschrieben und bewertet.
Ein zentrales Ergebnis war die Identifikation weiterhin bestehender, teilweise sich vertiefender Asymmetrien in der regionalen Entwicklung. Diese zeigen sich insbesondere in unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten, einem ungleichen Zugang zu Fördermitteln und Programmen sowie unterschiedlicher politischer Sichtbarkeit und Priorisierung einzelner Teilräume.
Als eine zentrale Schlussfolgerung wurde die Notwendigkeit einer stärker koordinierten und strategisch ausgerichteten Zusammenarbeit in der Dreiländerregion hervorgehoben. Die Teilnehmenden betonten insbesondere den Mehrwert des Austauschs von Erfahrungen zwischen den beteiligten Ländern im Bereich der wirtschaftlichen und energetischen Transformation. Gleichzeitig wurden regionale Potenziale identifiziert, insbesondere in den Bereichen Energie, Bildung, Kultur und Sprache, Infrastrukturentwicklung und grenzüberschreitende wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Auf diese Erkenntnisse zu Entwicklungspotenzialen und -hemmnissen wird in den drei verbleibenden TriLand-ARENEN aufgebaut. Im Juni und Oktober 2026 werden eine Vision für den Dreiländerraum entwickelt sowie Transformationspfade zur Verknüpfung der Vision mit dem Status-Quo abgeleitet. Im Januar 2027 werden auf dieser Basis Schlüsselmaßnahmen zur Umsetzung dieser Transformationspfade identifiziert und angeschoben.


