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Denksalon 2017
Ökologischer und Revitalisierender Stadtumbau

Stadtumbau im Spannungsfeld zwischen Revitalisierung und Denkmalschutz

Foto: Ricardo Vigh/IÖR
Herr. Dr. Wieler spricht zu den Teilnehmenden, stehend

22. und 23. September 2017 im Schlesischen Museum zu Görlitz in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec


Der diesjährige Denksalon widmete sich dem Thema der Revitalisierung von historischen Städten im Zusammenspiel mit dem Denkmalschutz. Vertreter aus Wissenschaft und Praxis trafen sich zum dreizehnten Mal in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec, um über die aktuellen Herausforderungen zu diskutieren und eine Antwort auf die Frage zu finden, ob Revitalisierung und Denkmalschutz in einem Spannungsfeld agieren oder einander positiv beeinflussen können.

Die historische Bausubstanz ist zusammen mit Aspekten der Stadtgestalt und der Baukultur unbestritten ein wirtschaftlicher Standortfaktor von Städten, stellt sie aber gleichzeitig vor große Herausforderungen. Insbesondere in Städten mit stagnierender oder schrumpfender demografischer und sozioökonomischer Entwicklung sowie mit einem hohen Anteil an denkmalgeschützter Bausubstanz führt dies zu einem Dilemma. Sanierungsrückstand, Leerstände sowie eine schwache Nachfrage nach Nutzungen im denkmalgeschützten Gebäudebestand führen einerseits zu Verlusten städtebaulicher Funktionen in innerstädtischen Lagen und zur Bedrohung der Denkmäler selbst. Andererseits gehen Nutzungsveränderungen häufig mit Eingriffen in die historische Bausubstanz einher, welche deren Wert wiederum beeinträchtigen. Beim Denksalon 2017 wurden unter anderem über folgende Fragen diskutiert:

  • An welcher Ausgangslage stehen die Städte? Welche Herausforderungen ergeben sich aus aktuellen Entwicklungen der Stadtentwicklung? Inwieweit ist das baukulturelle Erbe Basis für eine erfolgreiche Stadtentwicklung?
  • Wie viel Denkmalschutz können sich die Städte „leisten“? Wo behindert der Denkmalschutz die Revitalisierung? Wie prägt sich der Konflikt zwischen Denkmalschutz und Revitalisierung im Einzelnen aus?
  • Welche Herangehensweisen und Instrumente zur Lösung bestehender Konflikte gibt es? Welche Erfahrungen wurden mit diesen Ansätzen gemacht? Welche Rahmensetzungen müssten geändert werden, um der Vereinbarkeit zwischen Denkmalschutz und Revitalisierung besser gerecht zu werden?
Fotos: Ricardo Vigh/IÖR

Die Stadt Görlitz geht in diesen Fragen mit der sogenannten "Stadtumbau-Matrix" momentan neue Wege und sammelt erste Erfahrungen. Der diesjährige Denksalon bot ein Forum für Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft, sich über diese Erkenntnisse auszutauschen sowie über Hintergründe, Lösungsansätze und weitere Erfahrungen anderer Kommunen zu diskutieren. Den einleitenden Impulsreferaten folgten Tischgespräche in verschiedenen Kleingruppen, bei denen die Themen weitergehend erörtert werden konnten. Das Diskussionsformat in kleinen Tischrunden bildet alljährlich die Basis für einen intensiven Austausch zwischen den Teilnehmenden. 

Fotos: Ricardo Vigh/IÖR

Der Denksalon ist eine Veranstaltung des Interdisziplinären Zentrums für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau (IZS) in Görlitz, einer gemeinsamen Einrichtung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden und der Technischen Universität Dresden mit der Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtung Internationales Hochschulinstitut (IHI) Zittau.