TriLand auf der Revierkonferenz in Hoyerswerda: Perspektiven für den Strukturwandel in der Lausitz

Hoyerswerda – Am 2. Februar 2026 diskutierten rund 200 Vertreter aus Politik, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf der Revierkonferenz in Hoyerswerda die Zukunft der Strukturförderung im Lausitzer Revier. Veranstalter war das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung.

Im Fokus standen die sogenannten Perspektivprojekte, bereits bestätigte Vorhaben, die bislang wegen fehlender Mittel nicht umgesetzt werden konnten. Für diese Projekte sind in der zweiten Förderperiode 2027–2032 insgesamt 165,3 Millionen Euro vorgesehen.
Die erste Förderperiode 2020–2026 war mit 946 Millionen Euro vollständig gebunden. Die zweite Förderperiode stellt insgesamt 774 Millionen Euro bereit.

Nach einer durchgeführten Evaluierung wurden konkrete  strategische Schwerpunkte definiert, dazu zählen: die Entwicklung von Industrie- und Gewerbestandorten, Forschung und Technologietransfer, Begleitung von Großvorhaben sowie die Förderung lebenswerter Regionen mit Fokus auf Tourismus, Gesundheit und soziale Infrastruktur. Beispiele laufender Projekte sind das Sorbische Wissensforum in Bautzen, der Trinkwasserverbund Lausitz und der Industriepark Schwarze Pumpe.

Zur verbindlichen Umsetzung soll der Freistaat Sachsen gemeinsam mit den Landkreisen Bautzen und Görlitz noch im ersten Quartal 2026 eine Vereinbarung abschließen. Sie regelt die Mittelverteilung, Kostenanpassungen und Priorisierung durch den Regionalen Begleitausschuss. Landesvorhaben wie die Ansiedlung der Landesuntersuchungsanstalt in Bischofswerda sind ebenfalls Teil der Strategie.

Impulse aus der Veranstaltung:

  • Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, betonte die Notwendigkeit kluger Priorisierung.
  • Udo Witschas, Landrat Bautzen, hob die Bedeutung gezielter Mittelverwendung zur Stärkung der Wirtschaft hervor.
  • Dr. Stephan Meyer, Landrat Görlitz, verwies auf die Chancen beschleunigter Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie das Net-Zero-Valley Lausitz als Rahmen für künftige Entwicklungen.
  • Die Fortschreibung des Handlungsprogramms und Förderrichtlinie soll die Grundlage für die zweite Förderperiode bilden und die Umsetzung neuer Projekte ab Januar 2027 ermöglichen.'

Quellen:
TriLand www.tri-land.eu 
Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur